Knoten - die besonderen Seemannsknoten - Sportgemeinschaft Ruhrgas 1929 e.V. - Segeln

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Knoten - die besonderen Seemannsknoten

Segelfragen

In der Seefahrt gibt es keine Seile. Man spricht von "Tampen" oder "Leinen", je nach Dicke auch von "Trosse" oder "Bändsel" oder nach Funktion von "Schoten" und "Fallen". 

Ein "Ende" ist aber tatsächlich das (lose) Ende einer Leine.


Legt man mit einer Leine eine Schlaufe oder Schlinge, so nennt man das Auge und und legt man eine Leine U-förmig, so bezeichnet man dies als Bucht. 

Unter Törn versteht man das Herumlegen der Leine um einen Gegenstand (z.B. Poller, Reling).

Auge, Bucht und Törn sind die wesentlichen Grundelemente diverser seemännischer Knoten.



Die seemännischen Knoten (einige auch Stek genannt) müssen drei grundsätzliche Anforderungen erfüllen:

  • sie müssen einfach und schnell zu stecken sein. 

  • sie müssen zuverlässig halten (bekneifen unter Zug)
  • sie müssen sich im entlasteten Zustand leicht lösen lassen

Natürlich gibt es jede Menge verschiedener Knoten mit entsprechend unterschiedlichen Eigenschaften. Manche Knoten werden ebenfalls von anderen Gruppen benutzt (z.B. Bergsteiger, Sanitäter, ...) und haben dort andere Namen.

Nachfolgend sind die 8 Prüfungsknoten aufgelistet, die für den Sportbootführerschein gefordert werden.

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Acht-Knoten

Mit dem Achtknoten wird das Ausrauschen eines Endes z.B. aus einem Block oder Auge verhindert. Der Achtknoten lässt sich auch nach starker Beanspruchung durch Schieben leicht lösen.

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Kreuz-Knoten

Mit dem Kreuzknoten verbindet man zwei gleich starke Enden gleichen Materials. Jedes Ende läuft nebeneinander und auf derselben Seite aus der Bucht des anderen Endes.

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Palstek

Mit dem Palstek erhält man ein beliebig großes Auge im Tampen, dass sich nicht zusammenzieht.

Der Palstek ist ein vielfältig einsetzbarer Knoten, z. B. zum Überwerfen über Poller oder Pfähle, zum Festmachen an Ringen, zum Verbinden zweier Leinen und zum Sichern von Personen.

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Webeleinstek

Der Webeleinstek dient hauptsächlich zum Befestigen der Fender an der Reling. Man kann ihn auch zum Belegen der Leine an einem Poller benutzen.

Der Knoten besteht aus zwei Augen. Wenn die Augen vorbereitet werden, kann man den Webeleinstek „werfen“ statt stecken. Der Knoten ist sicher, solange Zug auf der Leine ist. Legt man den Webeleinstek "auf Slip", so kann er schneller gelöst werden, beispielsweise um Fender schnell versetzen zu können.

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1/2 Rundtörn + 2 halbe Schläge

wird zum Festmachen an Ringen oder Stangen benutzt, z.B. zum sicheren Befestigen der Fender an der Reling.  

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Schotstek

Mit dem Schotstek verbindet man zwei ungleich starke Enden oder Enden ungleichen Materials.

Der doppelte Schotstek hält noch besser. Man verbindet mit ihm daher zwei deutlich ungleich starke Enden oder Enden extrem ungleichen Materials.

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Klampe belegen

Üblicherweise werden Festmacherleinen auf einer Klampe an Bord belegt. 

Nach einem Rundtörn folgen mehrere Kreuzschläge. Den Abschluss bildet ein Kopfschlag, der sich durch Zug selbst bekneift.

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Stopperstek

Mit dem Stopperstek steckt man einen dünneren Tampen an eine dickere, meist durchgesetzte, unter Spannung stehende Leine.

Der Knoten hält unter Zug in der einen Richtung und ist in der anderen Richtung leicht verschiebbar.
Der Knoten wird z.B. eingesetzt:
Zum Schleppen: mehrere Segelboote können sich mit dem Stopperstek an die Schlepptrosse eines Motorboots binden.
Zum Entlasten: verklemmte, unter Zug stehende Leine lösen (Überläufer).

Zum Heranholen: Leine Stück für Stück heran holen (ausgerauschte Ankerleine).

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